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Kindheit

Das Geburtshaus der Malerin Gisela Peschke stand in Wurzen. Ein Jugendstil Villa um die Jahrhundertwende 1900 gebaut, umgeben von einem großen Garten war Abenteürspielplatz, Gemüseplantage und Tiergehege in Einem. Sie bewohnte das Haus mit Ihren Eltern und Großeltern.
Wurzen war zu dieser Zeit Kreisstadt mit ca. 25.000 Einwohnern im Tal des vereinigten Flußes Mulde im Lande Sachsen. Napoleon soll bei seinem Rückzug eine Nacht in Wurzen geschlafen haben. Im Mittelalter war die Stadt Bischofsitz und nicht zu zuletzt die Geburtsstadt des mit Humor gesegneten Joachim Ringelnatz.
Hier wurde die Malerin am 23.01.1942, einen Monat zu früh und mit völlig entzündeten Augen geboren. Nur der aufopferungsvollen Pflege der Mutter Leonore Bockler und der Großmutter Hanelore Opitz war es zu verdanken, daß die kleine Gisela das Kleinkindalter überstand und später durch die Kunst der Ärzte ihr Augenlicht nicht verloren hat. Rückblickend sah Gisela Peschke Ihre Neugeborenenzeit als die Schicksalßchwerste in Ihrem Leben an.
Die Zeit war aber auch durch den Krieg gekennzeichnet. Der Vater war an der Front und starb 1946 an einer Kriegsverletzung. Gisela lernte Ihren Vater nie bewußt kennen obwohl sie immer eine tiefe Bindung an den Vater hatte. Nach dem Tod des Vaters wurde der Großvater der Vormund. Er war kaufmännischer Direktor in einer bekannten Wurzner Maschinenbaufabrik, ein patriarchalischer Mann und Familienoberhaupt im klassisch-bürgerlichen Sinne. Die Großmutter war eine gütige Frau deren Leben sich hauptsächlich um die Familie drehte. Sie war es auch, die Gisela in den ersten Jahren aufzog, weil Ihre Mutter in der Nachkriegszeit erst damit beschäftigt war mit Hamsterfahrten und Schwarzmarkthandel das Essen für die Familie zu organisieren und dann im Schichtdienst als Krankenschwester zum Familienunterhalt beitragen mußte.
Aus der frühesten Kindheit stammt wohl ein Gefühl der Sehnsucht, daß Gisela Peschke ein lebenlang begleitet hat. Es war die Sehnsucht nach dem Wahrhaftigen, Einfachen, Naturverbundenen, das sehnen nach Gerechtigkeit, Wahrheitsliebe und Aufrichtigkeit.

Haben Sie eigene Erlebnisse mit der Malerin Gisela Peschke, dann schreiben Sie uns!

04.02.2009 Inhalte basierend auf Auszügen aus unveröffentlichtem handschriftlichen Orginalmaterial

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