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Das künstlerische Schaffen Empfehlung an einen Freund senden

Wohin gehen wir?

Ich bin von keiner Sache der Welt weiter entfernt, als hier programmierte philosophische Prognosen aufzustellen. Ich glaube nicht an eine Prognostizierbarkeit bestimmter gesellschaftlicher Zustände oder Verhältnisse, die man vielleicht noch nach Jahreszahlen ordnet. Auch in Zukunft wird das Zusammenleben der Menschen bestimmt werden von Idealen, deren Grundsteine gestern gelegt wurden und heute gelegt werden sollten - Menschlichkeit, Güte, Toleranz, Wahrheit und Aufrichtigkeit oder im Gegenteil von - Menschenverachtung, Hass und Intoleranz, Lüge und Unaufrichtigkeit.
Während der erstere Wege des Lebens auf und mit der Erde öffnen wird, wäre der zweite Weg Untergang, zuerst des Menschen selbst. Ich meine, dass man heute, wenn man gesellschaftliche Entwicklung betrachtet, recht hoffnungsvoll in die Zukunft schauen kann. Im Gegensatz zu Zuständlichkeiten von vor ein paar Jahren, sind Dinge in Bewegung gekommen. Das stimmt hoffnungsvoll - Bewegung ist Leben.
Bilder der Zukunft existieren somit mehr ideell als praktisch. Wohl aber glaube ich, dass ich zur Zukunft dieser Stadt etwas beitragen kann, wenn ich unter diesen genannten Grundsätzen des Humanismus und der Menschenwürde als Künstler lebe und arbeite.
Stralsund ist eine ehrwürdige, alte Hansestadt! Sie war ein kleines Weltzentrum der Offenheit in einer Zeit, wo Toleranz, Hass und falsch verstandener Glaube eine wesentliche Rolle in der Welt spielten. Versuchen wir Ideale und Geist einer Hansestadt auf ein neues und zeitgemäßes Niveau zu heben, zugunsten einer Öffnung unserer Stadt nach außen zu unser aller Nutzen.
Ich wünsche mir, dass den Künstlern der Stadt Raum und Möglichkeiten an diesem Ziele mitzuarbeiten gegeben wird, zum Nutzen einer humanen und friedlichen Zukunft.

25.02.2009 Auszüge aus einer Niederschrift der Malerin Gisela Peschke vom 01.01.1988

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